
dass es den Dänen nicht gelungen ist, mit ihrer Schreibweise auch nur annähernd die gesprochene Sprache abzubilden. Auf dänisch zu lesen geht bald einmal, Dänen beim Reden zu verstehen, ist schon viel schwieriger und sich eine makellose Aussprache anzueignen, beinahe ein Ding der Unmöglichkeit. Z. B. hält das Dänische 9 Buchstaben für Vokale bereit, abgebildet werden sollen aber 16 Vokallaute, Diphthonge noch gar nicht mitgerechnet. Partout wollen sie nicht davon abrücken, zwischen dem i und e noch ein drittes i oder e heraushören zu wollen, für das sie einmal i das andere Mal e schreiben. Ein a kann manchmal ein a sein, dann wieder ein ä oder etwas dazwischen. Und beherrschen Sie erst das, fällt den Dänen noch der Stoßton ein, mit dem ein Vokal versehen sein kann. Zumindest dafür könnten sie doch einen Akzent setzen. Die klügsten Leute des Landes haben sich darüber den Kopf zerbrochen, um eindeutige Regeln dafür anzuführen, wann nun ein Stoßton kommt und wann nicht. Einigen konnten sie sich bis dato aber auf keine Regel. Für systematische Köpfe ist das Dänische nichts. Einfach drauf los, lautet die Devise.
Im vokabularium-Nachschlag finden Sie noch eine kleine Fleißaufgabe für Sie und erfahren im Gegenzug alles über diese merkwürdigen 3 letzten Buchstaben:
Stoßen Sie beim Lesen immer wieder auf diese merkwürdigen Buchstaben, ist dies ein untrügerisches Zeichen dafür, dass es sich bei dem Ihnen vorliegenden Text um eine skandinavische Sprache handelt. Ob es auch wirklich Dänisch ist, ist für Sie womöglich gar nicht so einfach auszumachen.
Es könnte auch Norwegisch sein, die Schweden verwenden nur das å. Beim Hören würden sie sich da schon leichter tun. Die Norweger singen beim Sprechen ähnlich den Schweizern. Die Dänen sprechen, als hätten sie einen Knödel im Mund. Und die Schweden? Ja, die Schweden stehen so zwischen drinnen und behaupten, sie könnten weder die Norweger noch die Dänen verstehen, weil sie glauben, die würden bloß an einem Sprachfehler leiden. 